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Bahnhofsbrunnen statt Stützmauer


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Hann. Münden 4. 1. 2001

Folgende spontan-Meldung, die ich mit einem Kommentar ergänzt hatte, in dem auf die HNA verwiesen wurde, löste Rückfragen aus. Zu Recht wurde das HNA-Zitat gefordert, nicht nur ein diffuser Verweis darauf. Hier nochmals die Meldung ergänzt um den original HNA-Artikel von 1996.

Michael Pätzold

Stadtranderschließungsstraße

17. Oktober 2000
HANN. MÜNDEN - Der Bau einer Lagerhalle für Baustoffe hinter dem Gebäude des ehemaligen Güterbahnhofes ist vorübergehend gestoppt worden. Die steile Böschung zwischen der Baustelle und der Stadtranderschließungsstraße bestehe aus aufgeschüttetem Material und könne bei falscher Gründung zum Abrutschen der Böschung führen, erklärte der städtische Baudezernent.
Eine Mündener Zeitung schreibt wörtlich: "Bei Bodenuntersuchungen, so verdeutlichte Meyer, sei das bestätigt worden, was man zuvor bereits gewusst habe - die steile Böschung zwischen Straße und ehemaligem Güterbahnhof bestehe aus aufgeschüttetem Material, ...".

(pä)

Stillgelegte Fundamentarbeiten oberhalb des Hangs zur Stadtranderschließungsstraße (22. 10. 2000)

(Bild: Pätzold)

 

[Bis 1996 war genau an dieser Stelle eine Stützmauer für die durch den Bau der Stadtranderschließungsstraße entstandene Böschung vorgesehen. Der gleiche städtische Baudezernent hielt damals eine Stützmauer für überflüssig und lenkte die für die Stützmauer vorgesehenen Geldmittel zum Bau des zunächst nicht geplanten Brunnens am oberen Ende der Bahnhofsstraße um. Das berichtete die HNA am 22. Mai 1996, Seite 9.
Michael Pätzold]

(pä)


HNA Mündener Allgemeine, 22. 5. 1996, Lokales, S. 9 (HNA)

BAHNHOF-ERSCHLIESSUNG

Eine Treppe als Eingang zur Stadt

Über eine Treppe in der Verlängerung der Bahnhofsstraße wird künftig der Mündener Bahnhof zu erreichen sein. Die erforderlichen Gelder wurden "umgeschichtet".

HANN. MÜNDEN - Für die Spitze der Stadtverwaltung und die Planer war es ebenso ein Anliegen wie für den Mündener SPD-Landtagsabgeordneten Wolfgang Senff: Im Rahmen des umfangreichen Baugeschehens am Bahnhof sollte auch ein städtebaulich würdiger Zugang zum Bahnhof geschaffen werden Doch es fehlte, wie so oft, am nötigen Geld, um die Planung verwirklichen zu können. Bis gestern vormittag.

Da trafen sich Stadtdirektor Dr. Klaus-Peter Lütcke, Kämmerer Kersten Albers und Bauamtsleiter Friedhelm Meyer sowie Friedhelm Bieg, der Straßenbau-Dezernent bei der Bezirksregierung Braunschweig, und "Vermittler" Senff zu einem Ortstermin. Der Leitende Baudirektor aus Braunschweig ließ sich die Pläne und Wünsche erläutern - und stimmte schließlich zu, daß die erforderliche Summe von 100.000 Mark im Rahmen des Gesamtprojektes "umgeschichtet" wird, also keine zusätzlichen Kosten entstehen.

Eingespart wird nach Darstellung von Meyer an der Stützmauer entlang der Erschließungsstraße, deren Bau momentan "zügig vorangeht". Und zwar will man unterhalb der Güterbahnhofshalle auf einer Länge von etwa 50 Metern gänzlich auf eine Stützmauer verzichten, weil eine Böschung als ausreichend erachtet wird. Darüber hinaus soll in Teilbereichen der Stützmauer auf die vorgesehene Sandsteinverblendung verzichtet werden.

"Wasserspiel"
Stattdessen wird in Verlängerung der Achse St.-Blasii-Kirche / Bahnhofstraße eine T-förmige Treppe angelegt - mit Zwischenpodest, in "leicht geschwungener Ausführung" und mit Sandstein verblendet. Hinzu kommt ein kaskadenförmiges "Wasserspiel", so Senff. Denn Ziel sei es, das für Münden typische "Wasser auch an dieser Stelle sichtbar zu machen", sowie dem Hauptzugang in die Stadt und ins Schulzentrum über die technische Lösung hinaus auch eine "gestalterische Kraft" zu geben.

Der erste Bauabschnitt der Stadtrand-Erschließungsstraße von der Werrabrücke bis zur Bahnhofstraße soll noch in diesem Jahr fertiggestellt werden. Die Baukosten belaufen sich auf rund 3,5 Millionen Mark, davon sind 2,8 Millionen "zuwendungsfähig". Von dieser Summe, in der die umgeschichteten 100 000 Mark enthalten sind, übernimmt das Land 75 Prozent.

Die Investition für das Gesamtprojekt - hinzu kommen noch Busbahnhof; Vorplatz, Park + Ride-Parkplätze sowie die Verlängerung der Erschließungsstraße bis zum Feuerteich - belaufen sich auf rund zehn Millionen Mark.               (b)


Die Stadtranderschließungstraße mit dem ungesichertem Hang am ehemaligen Güterbahnhof. (6. 1. 2001)

(Bild: Pätzold)


Statt eine Stützmauer am Güterbahnhof zu errichten, wurde nach einem HNA-Bericht diese Treppenanlage mit einem Brunnen ergänzt (6. 1. 2001).

(Bild: Pätzold)



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