Hann. Münden [Themen] [Neues] [Bilder] [Karten] [Portal] [Register] [Suche] ©spontan

Neuigkeiten Juli 1998


[Neuigkeiten] [Juli 1998]


Juli 1998

  • Juli 1998, Kunstprojekt Wasserspuren. Bei Kunstfreaks macht sich Staunen breit,   die Banausen [wie z.B. ich einer bin] können bis auf die Kosten den neuesten Coup der Stadtverwaltung gar nicht bewerten.
    Jan Hoet, der belgische Museumsdirektor aus Gent, bekannt geworden als Direktor der documenta 9, bereitet in Münden ein EXPO-begleitendes Kunstprojekt vor. Beim Konzeptforum am 1. Juli präsentierte er erste Entwürfe. Ein Beispiel für das, was u. a. für insgesamt 2 Millionen Mark geboten werden soll, zeigt die Skizze:

    Skizze für eine nicht begehbare Brücke über die
    Kleine Weser von Ilya Kabakov - nach Jan Hoet einem
    der maßgeblichen zeitgenössischen Avantgarde-Künstler
    (Skizze: Kabakov)

    Insgesamt will Hoet vom Herbst 1998 bis zum Jahr 2000 18 Kunstwerke verwirklichen, die in Beziehung zu den Flüssen und Ufern stehen. Zusätzlich wird es parallel zur EXPO dann im Packhof noch eine Ausstellung geben, die sich dem Thema Wasser widmet. Hoet, der in den Aussagen der Künstler die Stimme Gottes ausmacht, will die poetische Kraft der Kunst vermitteln.
    Stadtdirektor Dr. Lütcke sieht in der Finanzierung, die sich Stadt, Land, Stiftungen und Sponsoren teilen werden, kein Problem. Auf lange Sicht, so seine Überzeugung, brächte diese Kunstausstellung mehr als finanziell einbezahlt werde.
    (pä)

  • Juli 1998, Arbeitslosenquote im Juni. Nach der Statistik des Arbeitsamtes fiel die Arbeitslosenquote im Altkreis Münden im Juni gegenüber dem Vormonat Mai um 0,4 auf 11,7 Prozent. Sogar der Wert vom Juni des Vorjahres wurde leicht unterschritten. Arbeitslos gemeldet waren 2.471 erwerbslose Personen.
    Arbeitsamt Münden, Hinter der Blume 24, 34346 Hann. Münden, Tel.: 05541/98090.
    (pä)
  • Juli 1998, Stadtarchäologie. Als erste Arbeit im Rahmen der Umgestaltung der stadtzentralen Plätze wurde in einer stadtarchäologischen Voruntersuchung an der Südseite von St. Blasien ein 15 m langer Sondierungsgraben angelegt.
    (pä)
  • Juli 1998, Weltmeister in der Fitness- und Figurenklasse. Der Mündener Jürgen Koch ist zum 4. Mal Bodybuilding-Weltmeister in der Fitness- und Figurenklasse geworden. Der diesjährige Wettbewerb fand in Palanga, Litauen statt.
    Bei der Fitness- und Figurenklasse kommt es nicht auf Muskelmasse an, bewertet werden die Körperlinien, die ein sportliches und ästhetisches Gesamtbild darstellen sollen.
    (pä)
  • Juli 1998, Erster Stadtrat. Die Ernennung zum Ersten Stadtrat, die en passant von Verwaltung und SPD-Fraktion für den Baudezernenten Friedhelm Meyer vorgesehen war, hat nicht stattgefunden. Der Stadtdirektor ließ kurzerhand den Tagesordnungspunkt absetzen, nachdem sich abzeichnete, dass sich die breite Mehrheit im Rat nicht finden würde. Die für das vereinfachte Wahlverfahren benötigten CDU-Stimmen wurden verweigert. Statt einer förmlichen Ausschreibung der Stelle, hätte die Aufsichtsbehörde ein sogenanntes vereinfachtes Verfahren, eine 2/3 Mehrheit des Rates, zur Ernennung akzeptiert.
    Die CDU-Fraktion, die an sich dem Kandidaten nicht abgeneigt war, wollte an dieser Stelle jedoch deutlich machen, dass der unflätige Ton des SPD-Fraktionsvorsitzenden im Umgang mit der CDU, nicht hingenommen werden kann.
    (pä)
  • Juli 1998, Fuchsberg Ost. Der Vorsitzende des Bauausschusses, Harald Graef (CDU) sprach sich für die Umsetzung des Bebauungsplanes Fuchsberg Ost aus. Das Bauland würde dringend benötigt.
    (pä)
  • Juli 1998, Schüttenhoff. Der diesjährige Schüttenhoff, das Mündener Sommervolksfest, hatte wie in den Jahren davor wieder nicht den Zuspruch der Bevölkerung, den sich die Veranstalter und Offiziellen der Stadt wünschen.
    Der Leiter der Mündener Lokalredaktion der HNA, der von Montag bis Mittwoch den lokalen Aufmacher wirklich gut gemeint dem Schüttenhoff widmete [was für eine Werbung, A.d.R.], titelte dann jedoch seinen Kommentar am Samstag mit "Kein Fest fürs Volk". Der CDU Stadtverbandsvorsitzende bemerkte in einer Mitgliederversammlung "der diesjährige Schüttenhoff war eigentlich gar nichts", so könne es nicht weitergehen.
    (pä)
  • Juli 1998, Kanalbau in der Ziegelstraße. In einem ersten Bauabschnitt für das Mündener EXPO-Projekt Wasserspuren, Umgestaltung der stadtzentralen Plätze, wurde mit den Kanalarbeiten in der Ziegelstraße begonnen.
    Dazu wird ab dem 23. Juli der zentrale Busbahnhof von seinem jetzigen Standort, zwischen Rathaus und St. Blasius in die Friedrich-Ludwig-Jahn-Straße verlegt.
    (pä)
  • Juli 1998, Stadtarchäologie. Die Erkenntnisse der letztjährigen Grabungen am Plan haben nach Darstellung der Grabungsleiterin Dr. Andrea Bulla überraschende Erkenntnisse gebracht:
    • Der Plan war entgegen früherer Annahmen bebaut.
    • Die Stadtmauer ist im Bereich des Plans um die gefundenen Grundmauern eines Hauses herumgebaut (zugeordnete Bauzeit: 1150-1200). Das Haus müsse deshalb einer hochrangigen Person gehört haben.
    • Die auf 90 m freigelegte östliche Stadtmauer zwischen Hampe- und Kronenturm sei um 1200 errichtet worden.
    • Unter der Stadtmauer wurde ein Kanal entdeckt (zugeordnete Bauzeit: 1200-1400). Frau Dr. Bulla vermutet, dass dieser Kanal zur Entwässerung der Stadt diente.


    Neues Material für die Stadtarchäologie liefern die aktuellen Baustellen in der Ziegel- und in der Friedrich-Jahn-Str.

    • In der Friedrich-Jahn-Str. fand sich bei den Bauarbeiten für die neue Bushaltestelle in 50 cm Tiefe ein fast 6 m langer und 20 cm starker Streifen voll mit Lederschnittresten.
    • In der Ziegelstraße hinterm Rathaus fand man in 2 m Tiefe zwei Steinsetzungen im Abstand von 4 Metern. Die Zuordnung dieser Steinsetzungen zu einem Gebäude oder zu einer Straße sind noch nicht gelungen.


    (pä)

  • Juli 1998, EXPO 2000: Drei Flüsse - drei Räume. Das Hann. Mündener EXPO-Engagement ist Komplex. Es besteht zum einen aus der Umgestaltung der stadtzentralen Plätze Wasserspuren - Wasser sichtbar machen, zum anderen aus einem begleitenden Kunstprojekt Wasserspuren.
    Für beide Projekte soll nach Aussage des Kulturausschussvorsitzenden nun mit einem Slogan geworben werden: Drei Flüsse - drei Räume
    Zur Finanzierung erklärte der Stadtdirektor, dass die Mündener Expo-Projekte vom Stadtrat auf 5 Millionen DM limitiert seien.
    [Bisher war allein für die Umgestaltung der Plätze offiziell von maximal 5 Mio. DM die Rede. Plus 2 Mio. für das begleitende Kunstprojekt macht 7 Mio., A.d.R.]
    (pä)
  • Juli 1998, Trinkwasserqualität in Hemeln. Mit einem Bürgerinformationsabend, zu dem 10 Experten von Behörden, Institutionen und Ingenieurbüros geladen waren, wurden die Bedenken der Hemelner Bevölkerung zum Nitratgehalt ihres Trinkwassers zerstreut.
    Maßgeblich trug dazu die Äußerung einer Vertreterin des Gesundheitsamtes Göttingen bei, die versicherte, dass es nicht die geringsten Hinweise auf Gesundheitsschäden bei Säuglingen gäbe, die mit unterhalb des derzeitigen Nitrat-Grenzwertes belastetem Wasser ernährt würden.
    (pä)
  • Juli 1998, Grotefend Gymnasium Münden. Der seit 1985 in Hann. Münden als Schulleiter des Grotefend Gymnasiums tätige Christoph von Wedemeyer [schulintern kurz 'VauWeh' genannt] wurde mit Ende des Schuljahres in den Ruhestand verabschiedet. Ausnahmslos alle (vorgesetzte Dienststelle, Kollegium, Schüler und Schulträger) dankten ihm herzlich für sein hohes Berufsethos, sein hervorragendes Einfühlungsvermögen und sein ungemeines Maß an Verständnis gegenüber den Schülern. Er sei ein Glücksfall für die Schule gewesen.
    (pä)
  • Juli 1998, Stellenausschreibung Erster Stadtrat. Die CDU hält die genau auf das Tätigkeitsprofil des derzeitigen Baudirektors ausgerichtete Stellenausschreibung zur Besetzung der Position des Ersten Stadtrates für eine Farce (siehe Stellenausschreibung), die den Steuerzahler immerhin 10.000,- DM koste.
    (pä)
  • Juli 1998, Bauverein Münden. Der Bauverein Münden, die älteste gemeinnützige Wohnungsbau-Genossenschaft in Münden, hat den Geschäftsbericht für 1997 vorgelegt.
    Bilanzsumme 1997 1996
    Mitglieder 882 875
    gezeichnete Anteile 1313 1296
    Bilanzsumme 17,4 Mio. 16,9 Mio.
    Anlagevermögen 15,7 Mio. 15,3 Mio.
    bewirtschaftete Wohnungen 466 446
    Bilanzgewinn 26.000 ?
    Rücklagen 1.950.000 2.000.000

    Da der bisherige Geschäftsführer Heinrich Rehbein im März zum Landrat des Kreises Göttingen gewählt worden ist, hatte der Aufsichtsrat des Bauvereins zum 1. Juli 1998 Jörg Wieland als Geschäftsführer berufen.
    Aktueller Vorstand des Bauvereins:

    • Jörg Wieland (Geschäftsführer)
    • Rolf Vogt (stellv. Geschäftsführer)
    • Sabine Dzukowski (nebenamtliches Mitglied)

    Aktueller Aufsichtsrat des Bauvereins:

    • Wolfgang Senff (Aufsichtsratvorsitzender)
    • Manfred Gesse (stellv. Aufsichtsratvorsitzender)
    • Dr. Klaus-Peter Lütcke
    • Heinrich Rehbein
    • Gisela Steinmann


    (pä)

  • Juli 1998, Wochenmarkt. Der Stadtrat hat in der Sitzung vom 2. Juli einstimmig beschlossen, den mittwochs und samstags stattfindenden Wochenmarkt vom Kirchplatz auf den Rathausvorplatz zu verlegen.
    Der Kirchplatz wird im Zuge des EXPO-Projektes Wasserspuren umgestaltet, so dass er nicht mehr als Standort für den Wochenmarkt zur Verfügung steht.
    Damit erhält der Rathausvorplatz, der Marktplatz heißt, wieder mit seine ursprüngliche Funktion zurück.
    (pä)
  • Juli 1998, St. Aegidien. Dank der Bemühungen des Kirchenvorstandes und der Spenden vieler Bürgerinnen und Bürger konnte die Turmuhr samt Läutanlage der St. Aegidien Kirche saniert werden. Nach mehreren Jahren Stillstand zeigt die Uhr nun wieder die Zeit und läutet alle Viertelstunde.
    (pä)
  • Juli 1998, Hessische Landesforstanstalt. Die Hessische Landesanstalt für Forsteinrichtung, Waldforschung und Waldökologie an den Standorten Gießen und Hann. Münden hat einen neuen Leiter. Der Hessische Minister des Inneren, Landwirtschaft, Forsten und Naturschutz, Gerhard Bökel, hat Dr. Volker Grundmann (54) in sein neues Amt eingeführt.
    Dr. Grundmann, der unter anderem von 1964 bis 1969 an der Niedersächsischen Forstlichen Fakultät in Hann. Münden Forstwirtschaft studiert hat, wird sich in der Regel 2 Arbeitstage pro Woche in Hann. Münden aufhalten.
    Anlässlich der Einführung betonte der Minister, dass am niedersächsischen Standort Hann. Münden nicht gerüttelt werde. Drei von sieben Abteilungen der Hessischen Landesforstanstalt sind in Hann. Münden angesiedelt.
    (pä)
  • Juli 1998, Oppermann Kieswerke. Die August Oppermann Kiesgewinnungs- und Vertriebs-GmbH in Hann. Münden- Hedemünden hat das Kies- und Transportbetonwerk in Felsberg-Lohre und die Bordsteinproduktion in Gensungen übernommen. Beide Betriebe standen nach dem Konkurs der Fröhlich Bau AG zum Verkauf. Der Kauf ist mit dem 1. August wirksam, 21 Beschäftigte werden übernommen.
    Oppermann betreibt Kieswerke in 5 Bundesländern (Niedersachsen, Hessen, Nordrhein-Westfalen, Thüringen, Sachsen-Anhalt), ist in der Kies-Weiterverarbeitung engagiert und beschäftigt ca. 300 Mitarbeiter (70 in Hann. Münden- Hedemünden).
    (pä)

[Top] [Homepage] © spontan 22.01.1999, spontan-e-Mail