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Neuigkeiten November 1997


[Neuigkeiten] [November 1997]


November 1997

  • November 1997, Arbeitslosenquote im Oktober. Nach der Statistik des Arbeitsamtes ist die Arbeitslosenquote im Altkreis Münden im Oktober gegenüber dem Vormonat September leicht um 0,2 Prozent gestiegen. Arbeitslos gemeldet waren 2578 erwerbslose Personen.
    Arbeitsamt Münden, Hinter der Blume 24, 34346 Hann. Münden, Tel.: 05541/98090.
    (pä)
  • November 1997, Städtischer Haushalt 1998. Bei der Vorstellung des Etatentwurfs 1998 im Stadtrat hat Stadtdirektor Dr. Klaus-Peter Lütcke einen Betrag von 5,7 Mio. Mark offengelassen.
    Der bis zum Jahr 2000 vorgesehene Ausgleich früherer Fehlbeträge ist somit in weite Ferne gerückt. Das Etatloch ist im Gegenteil sogar gegenüber den Vorjahren vergrößert worden.
    Der Stadtdirektor gibt als Hauptursache die reduzierten Finanzausgleichsleistungen des Landes und die gestiegenen Sozialleistungen der Stadt an.
    (pä)
  • November 1997, EXPO 2000 Wasserspuren. Die Stadtratsfraktionen der SPD, CDU und FDP stimmten dem Kunstprojekt von Prof. Dr. Jan Hoet zu, das in den Mündener EXPO-Auftritt integriert werden soll.
    Mit einem Verweis auf die angespannte Haushaltslage der Stadt lehnte nur die Fraktion der GHMÜ das Projekt ab, mit dem falsche Prioritäten gesetzt würden.
    Das Projekt wird der Stadt mindestens 500.000 DM kosten.
    (pä)
  • November1997, Landtagswahlkampf. Die Mündener CDU hat im Wahlkreis 20 den Wahlkampf eröffnet. Neben der Landtagsabgeordneten Ilse Hansen, war auch der ehemalige Innenminister Wilfried Hasselmann gekommen. In seiner Rede forderte Hasselmann generell dazu auf, sich einzumischen. Mit einem Plakatzitat fasste er die Anforderungen an die Staatsbürgerinnen und Staatsbürger zusammen:
    "Wenn Du Dich nicht entscheidest, verlasse ich Dich - Deine Demokratie."
  • November 1997, Ausgrabungen am Plan. Auf dem Bebauungsgebiet Kronenturm haben sich momentan die Stadtarchäologen eingegraben. Dabei konnte schon eine Vermutung, die in heimatgeschichtlichen Kreisen entwickelt worden war, widerlegt werden. Anhang von Fundamentresten, die freigelegt wurden, steht fest, dass das Gebiet früher einmal bebaut war und keine Freifläche war, wie der Name Plan vermuten lässt.
    Einige Fundamentreste gehören zu einem größeren Gebäudekomplex, der aber erst noch genauer identifiziert werden muss.
    Neben den Fundamentresten waren interessante einzelne Fundstücke zu verzeichnen:
    • Blattkacheln eines Renaissanceofens,
    • ein Bronzelöffel,
    • Kugeltopffragmente.

Auch wenn nach der insgesamt 10woechigen Grabungskampagne erst jetzt die Feinauswertung der Funde beginnen kann, steht aus den bisherigen neuen Erkenntnissen für die Grabungsleiterin, Dr. Andrea Bulla, fest, dass das Gebiet der sogenannten Mündener Burgfreiheit bereits vor 1183 besiedelt war.
(pä)

  • November 1997, Ziegenmarkt. In der unteren Langen Straße geht die Umgestaltung des sogenannten Ziegenmarktes weiter. Bis zum Beginn der verkaufsoffenen Samstage vor Weihnachten soll der von den Stadtwerken gestiftete Brunnen errichtet sein.
    Bei den Erdarbeiten wurden in 1,50 m Tiefe Baumstämme entdeckt, die nach Beurteilung von Experten als sehr alt einzustufen sind. Die Stämme gehören vermutlich zu dem im Mittelalter im Bereich Ziegenmarkt verlaufenden Bohlweg zur Werrafurt. Als starkes Indiz für diese Vermutung sind auch drei Wellenhufeisen, die bei den Stämmen gefunden wurden, zu werten. Drendrologische Untersuchungen werden das genaue Alter der Stämme preisgeben.
    (pä)
  • November 1997, 1. Mai 1998. In Aufarbeitung der Ereignisse vom 1. Mai 1997 wurde die Idee eines multikulturellen Freundschaftsfestes entwickelt.
    Das DGB-Ortskartell hat jetzt die organisatorische Vorbereitung übernommen, um die Idee Wirklichkeit werden zu lassen.
    Alle Organisationen und Privatpersonen sind herzlich eingeladen an der Gestaltung des Festes mitzuwirken. Informationen zum Freundschaftsfest geben Friedhelm Schäfer (05541 / 31859) und Herbert Benkelberg (05541 / 32713).
    (pä)
  • November 1997, Stromtarif. Der Mündener Stadtrat hat gemäß einer Empfehlung des Werksausschusses beschlossen, ab 1. 1. 1998 den Stromtarif um ca. 6,5 Prozent zu erhöhen. Der Normal-Stromtarif (Haushalt) wird von derzeit 23,7 Pfennig um 1,5 Pf auf 24,7 Pf angehoben.
    Zusätzlich wird die Tarifstruktur neu in zwei Mengenzonen geordnet:
    • Normaltarif Haushalt/Landwirtschaft (bis 6000 kWh), 0,247 DM/kWh
    • Normaltarif Gewerbe (über 6000 kWh), 0,258 DM/kWh
  • 14. November 1997, EXPO 2000 Wasserspuren. Vom 14.-16. November fand der erste Workshop mit Bürgerbeteiligung zur Gestaltung der Innenstadtplätze statt. Ein weiterer Workshop soll im Februar stattfinden.
    (pä)
  • November 1997, Vereinskrankenhaus. Auf der Generalversammlung des Mündener Krankenhausvereins wurde die Bilanz für 1996 vorgelegt. Das Krankenhaus erwirtschaftete aus 49.636 Pflegetagen, die 5.240 Patienten zugute kamen, einen Überschuss von 200.000 Mark. Dabei ist die Zahl der Patienten gegenüber 1995 um 2,5 Prozent gestiegen, die Zahl der Pflegetage dagegen um fast 10 Prozent gefallen.
    (pä)
  • November 1997, Mülltonnengröße. Erst vor dem Göttinger Verwaltungsgericht hat der Landkreis Göttingen nachgegeben und einem Mündener Haushaltsvorstand [ Vater ;-) ] einer kinderreichen 10koefpigen Familie das Recht eingeräumt, weiterhin seine 120-Liter-Mülltonne zu benutzen. Aufgrund der Neuordnung der Müllentsorgungs-Satzung im Landkreis und einer dazu erlassenen Berechnungsformel hatte die Familie ein Müllbehältervolumen von 180 Litern zugewiesen bekommen.
    (pä)
  • November 1997, Werra-Radweg. Der Bau des Werra-Radwegs von Hann. Münden-Schulzenrode nach Laubach ist begonnen worden. Das 4 Kilometer lange Teilstück Radfernweges Werra kann voraussichtlich bereits ab März 1998 genutzt werden. Der größte Teil des Weges wird mit einer wassergebundenen Decke erstellt. Von den ca. 420.000 Mark Baukosten, entfallen rund 100.000 Mark auf die Stadt Hann. Münden.
    (pä)
  • November 1997, Schedetal-Radweg. Die Vorplanung zum Schedetal-Radweg, der von Hann. Münden-Volkmarshausen durchs Schedetal nach Mielenhausen führen soll, ist abgeschlossen; das heißt: Man ist sich über die Steckenführung einig.
    Bei einer Sitzung des Ortsrates Mielenhausen gab die Stadtverwaltung das weitere Verfahren bekannt: Nach erfolgter Detailplanung des 1.700 Meter langen Radweges soll der Bau 1999 begonnen werden und im Jahr 2000 abgeschlossen sein.
    (pä)
  • November 1997, Landrat-Direktwahl 1998. Der jetzige Kreisdirektor Rolf Parr (50) wird von einem parteiunabhängigen Bürgerforum in die erste Wahl zum hauptamtlichen Landrat geschickt.
    Das Bürgerforum, das nicht die Welt retten will, hat sich zum Ziel gesetzt, das neue Amt mit dem besten zur Verfügung stehenden Mann zu besetzen. Die Landrat-Direktwahl schaffe die Möglichkeit kompetente parteiunabhängige Persönlichkeiten in wichtige Ämter zu bringen.
    (pä)
  • November 1997, Unfallbilanz 1997. In den ersten 10 Monaten 1997 ereigneten sich auf den Strassen des Altkreises Münden 47 Verkehrsunfälle weniger als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Bei den 544 bisher für 1998 registrierten Unfällen starben 4 Menschen, 40 wurden schwer Verletzt.
    Häufigste Unfallursache war dabei wie in den Vorjahren nichtangepasste Geschwindigkeit.
    (pä)
  • November 1997, Rehbocksweide. Das 10 Hektar große als Feld und Weide genutzte Grundstück an der Rehbocksweide wird Mündens letztes großes Baugebiet.
    Die Niedersächsische Landgesellschaft hat das in bester Lage an einem Südhang gelegene Gelände zu einem angemessenen Preis erworben und wird die Erschließung finanzieren. Auf dem Gelände sollen nach der Jahrtausendwende etwa 100 Einfamilien- und Reihenhäuser entstehen. Der voraussichtliche Quadratmeterpreis wird über 130 Mark liegen.
    (pä)
  • November 1997, Sexuelle Nötigung. Das Göttinger Landgericht einen ehemaligen deutschen Polizei-Lehrer vom Vorwurf der sexuellen Nötigung an einigen seiner Schülerinnen freigesprochen.
    Die Anklage hatte eine siebenmonatige Bewährungsstrafe gefordert und erwägt nun, gegen das Urteil Revision einzulegen.
    (pä)
  • November 1997, Westzell-Sanierung. Die Sanierungsarbeiten auf dem früheren Westzell-Gelände bei Bonaforth sollen bis Herbst nächsten Jahres abgeschlossen sein. Das gab der Niedersächsische Wirtschaftsminister Dr. Peter Fischer bekannt. Ein Fraktionsmitglied der Grünen Landtagsfraktion hatte zur Westzell-Sanierung eine parlamentarische Anfrage gestellt.
    Die bisherigen Kosten der Sanierung bezifferte der Minister mit 32 Mio. Mark, von denen das Land mehr als 17 Mio. Mark übernommen hat.
    (pä)
  • November 1997, Nephrologisches Zentrum Niedersachsen. Die Nephrologischen Zentren in Niedersachsen, Hann. Münden und Hannover, werden mit etwa 300 Transplantationen einen neuen Höchststand erreichen; das sind 20 Prozent mehr als im Vorjahr.
    Der Mündener Anteil an den Nierenverpflanzungen liegt bei ungefähr 25 Prozent.
    Leider hat dieser erhebliche Anstieg die Warteschlange, der auf eine Verpflanzung wartenden Patienten, nicht verkleinert. Von den über 1400 auf eine Niere wartenden Patienten kommt das Gros aus Niedersachsen.
    (pä)
  • November 1997, Rettungsleitstelle Göttingen. Die Verwaltungsspitzen des Landkreises und der Stadt Göttingen sind zur Zeit bemüht, die Rettungsleitstellen der Rettungsdienste DRK und ASB aus Kostengründen zusammenzulegen. Ein Weiterbestand ist für die DRK-Leitstelle vorgesehen.
    In Hann. Münden hat sich diese Kooperation seit zwei Jahren bewährt. Dort wurde die DRK-Leitstelle zugunsten der ASB-Leitstelle abgebaut.
    Auf Grund der Entwicklung in Göttingen ist der ASB jedoch nicht mehr zur Kooperation in Münden bereit.
    (pä)
  • November 1997, Schröder-Initiative Handel und Handwerk. Der Mündener SPD-Ratsherr Hermann Kunze hat eine unabhängige Initiative "Hand in Hand - Handel und Handwerk für Gerhard Schröder" ins Leben gerufen.
    Kunze will damit eine Plattform für mittelständische Unternehmer bieten, die parteiübergreifend Gerhard Schröder für den richtigen Mann mit der richtigen Politik für Niedersachsen halten und ihn im Wahlkampf unterstützen wollen.
    (pä)
  • November 1997, Salzgehalt der Weser und Werra. In zeitlich begrenzten Probeprogrammen wurde der von der thüringischen Kali-Industrie seit Jahrzehnten verursachte hohe Salzgehalt der Werra um bis zu 60 Prozent gesenkt.
    Mit einem 77 Mio. Mark teurem Programm sollen die Salzreduzierungen in Zukunft von Dauer sein. Dabei soll von der Kali-Industrie nur ein Anteil von ca. 25 Prozent übernommen werden, 75 Prozent wollen Länder und Bund tragen.
    Die Salzreduzierung soll zur zweiten Jahreshälfte 1998 wirksam werden, danach ist die Werra nur noch halb so salzig wie die Ostsee.
    (pä)
  • November 1997, Rehbocksweide. Die Frauen der Ratsfraktion Grünes Hann. Münden weisen auf die Funktion der Rehbocksweide als letzte Freifläche hin, die mit der geplanten Bebauung verloren geht.
    Es gäbe keinen aktuellen Grund für eine Bebauung, weder die Wohnraum- noch die Grundstückssituation erforderten die Bebauung. Zum Beispiel liege mit dem Grundstück des ehemaligen Hauses Weserland eine beachtliche Fläche seit Jahren brach.
    In Anbetracht der zahlreichen Anfragen bei den Ratsfrauen sei auch deutlich, dass keine ausreichende öffentliche Diskussion stattgefunden habe.
    (pä)
  • November 1997, Bilanz der Stadtwerke 1996. Im Werksausschuss wurden die Ergebnisse der Stadtwerke 1996 bekanntgegeben. Bei Erträgen von 39,3 Mio. Mark blieben nach Abzug der Aufwände ein Gewinn von fast 700.000 Mark. Ungefähr 300.000 DM werden der Stadtkasse überwiesen, ca. 400.000 DM werden in Rücklage genommen.
    Bei der Stadtentwässerung übersteigen die Aufwände von 6,43 Mio. Mark die Erträge um fast 500.000 DM. Dieser Verlust wurde durch Rückgriff auf die Rücklagen ausgeglichen. Durch eine Gebührenerhebung ab 1. 1. 1998 soll weiteren Verlusten entgegengearbeitet werden.
    Die Satzung zur Abwasserbeseitigung wird verändert. In Zukunft soll der Anschluss- und Benutzungszwang für Niederschlagswasser nur noch eingeschränkt gelten.
    (pä)
  • November 1997, AWO-Beratungsstelle. Die Beratungsstelle der Arbeiterwohlfahrt für Kinder, Jugendliche und Eltern ist vom Packhof an der Bremer Schlagd in das Haus Vor der Burg 19 umgezogen.
    Der Packhof wurde im Sommer in einer Blitzaktion von der Stadt an einen Göttinger Investor verkauft, der das Gebäude zu einem Hotel umbauen will.
    (pä)

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